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Henschke Schulze Reimers Architekten mbB, Lüneburg

Das Büro wurde von Dipl.-Ing. Heinz Henschke im Jahr 2007 gegründet, Dipl.-Ing. (FH) Gunnar Schulze kam im Jahr 2012 als Partner hinzu. Im Jahr 2013 ist Herr Henschke altersbedingt ausgeschieden und Dipl.-Ing. (FH) Henryk Reimers als zweiter Partner dazu gekommen. Das weitere Team besteht aus der Projektleiterin Dipl.-Ing. Judith Saborosch, M. Eng. Arch. Agnieszka Barmuta, M. Eng. Arch. Markus Müller, Bauzeichner Jan Kemmler und Werkstudentin Luana Thiel. In den Jahren seit 2013 haben uns weiterhin Camillo Dimai, Moritz Böning, Kirstin Steger und Franziska Berthold unterstützt.

Der Schwerpunkt unseres Büros ist das Bauen im Bestand, insbesondere die Sanierung von denkmalgeschützten Altbauten, von denen wir bisher viele Projekte vom bürgerlichen Wohnhaus über Sakralbauten bis zu der Teilsanierung eines Schlosses bearbeiten durften. Gern werden aber auch Neubauten geplant und umgesetzt. Hier konnten in den vergangenen Jahren vom kleinen Anbau, über ein Bürohaus auch eine altersübergreifende Bildungseinrichtung realisiert werden.

Unser Architekturbüro befindet sich in den Räumlichkeiten eines im 16. Jh. erbauten Gebäudes in der Papenstraße 6 in der historischen Altstadt Lüneburgs. Die Planung und baufachliche Begleitung der Sanierung erfolgte in Eigenleistung. Neben der Nutzung als Architekturbüro ist in der ostseitigen Gebäudehälfte in der Papenstraße 6 eine Wohnnutzung untergebracht.

Bild 1 Henschke Schulze Reimers Architekten mbB, Lüneburg
Bild 2 Henschke Schulze Reimers Architekten mbB, Lüneburg
Bild 3 Henschke Schulze Reimers Architekten mbB, Lüneburg

Wohnhaus, Lüneburg

Bei dem Wohnhaus handelt es sich um ein dreigeschossiges Gebäude mit Dachgeschoss und Teilunterkellerung aus dem Jahre 1595. Das Gebäude befindet sich in Lüneburg, in der es traufständig verortet ist. Das Grundstück befindet sich in ost-west Ausrichtung mit direktem Anschluss und Erschließung an eine öffentliche Verkehrsfläche. Seitlich wird das Baudenkmal von traufständigen Gebäuden eingefasst. Die Fassaden sind straßen- und hofseitig in den beiden unteren Geschossen massiv in Ziegelbauweise und im Obergeschoss in einer Fachwerkkonstruktion ausgeführt. Die straßenseitige Fassade wurde 1969 komplett mit einer flächigen Bekleidung aus Spaltklinkern und einer darunterliegenden zementären Putz- und Mörtelschicht versehen. Die historische Aufteilung der Straßenfassade durch Fenster und Türen wurde bereits im 19. Jh. geändert. Die innere bauzeitliche Raumgeometrie des Gebäudes wurde durch verschiedene Umbauten stark verändert.

Das Gebäude steht gemäß § 3 (3) NDSchG unter Denkmalschutz. Nach örtlicher Überprüfung durch das NLD, soll das Gebäude als Einzelobjekt gemäß § 3 (2) NDSchG unter Denkmalschutz gestellt werden.

Im Zuge der Baumaßnahmen wurde eine denkmalpflegerische Instandsetzung des Gebäudes mit rekonstruktiven Rück- und Erweiterungsbauten sowie der Ausbau der Innenräume auf den Stand der heutigen Wohnbedürfnisse durchgeführt. Die Sanierung des Daches und der Giebel sowie ein Ausbau des Dachgeschosses zur Wohnnutzung mit Errichtung eines Kranhauses wurde umgesetzt. Der Innenhof wird noch neu gestaltet.

Bild 1 Wohnhaus, Lüneburg
Bild 2 Wohnhaus, Lüneburg
Bild 3 Wohnhaus, Lüneburg
Bild 4 Wohnhaus, Lüneburg

Montessori Bildungshaus, Lüneburg

Mit Grundschule, Kinderhaus und Übermittagsbetreuung gehören die Montessori-Einrichtungenseit 2004 zum festen Bestandteil der Lüneburger Bildungslandschaft. Die Einrichtungen entstanden seit 2004 aus einer Elterninitiative heraus und liegen in privater Vereinsträgerschaft, deren Vorstand ehrenamtlich arbeitet.

Unser Büro konnte sich mit dem Vorentwurf gegen Mitbewerber durchsetzen, woraufhin 2013 die Beauftragung der Leistungsphasen 1-4 erfolgte. Dem Entwurf liegt die Idee zugrunde alle Nutzungseinheiten in einem Gebäude unterzubringen ohne die Individualität der unterschiedlichen Nutzungen zu missachten.

So entstehen vielfältige Wechselwirkungen und eine optimierte Raumnutzung. Den besonderen Anforderungen der Montessori-Pädagogik an die Grundrisse und Räume wird in deren Geometrie Rechnung getragen. Mit Andreas Wölk wurde der Partner für die Umsetzung gefunden. Neben der Ausführungsplanung wurden HSR-Architekten mit der gestalterischen Bauleitung beauftragt.

Da sich die Anforderungen im Laufe der Zeit bis zur Umsetzung veränderten, wurde das Gebäude um eine zusätzliche Krippengruppe und eine 2. Kindergartengruppe erweitert. Insgesamt hat das Gebäude eine Nutzfläche von 1.440,00 m2 und beherbergt zwei Krippen- und zwei Elementargruppen im Kinderhaus, die Übermittagsbetreuung und die einzügige Grundschule.

Bild 1 Montessori Bildungshaus, Lüneburg
Bild 2 Montessori Bildungshaus, Lüneburg
Bild 3 Montessori Bildungshaus, Lüneburg

Pons, Lüneburg

Das historische Brauhaus mit kernbauzeitlichem Keller von 1408 wurde 1517 errichtet und beherbergt heute noch eine der ältesten Gastwirtschaften in Lüneburg. Die Fassaden, bestehend aus dem wasserseitigen Giebel mit 2 Utluchten sowie der Traufseite, wurden im
Laufe der Jahrhunderte mehrfach überformt, alte Fenster- und Türöffnungen geschlossen und Ziegel-Zierelemente abgeschlagen. Die Baumaßnahmen an dem denkmalgeschützten Gebäude beinhalten die Instandsetzung des Gipsmauerwerks, den Austausch geschädigter
Klostersteine, den Ausbau zementhaltiger Verfugungen, die rekonstruktive Öffnung verschlossener Fensteröffnungen, die Wiederherstellung der Türöffnungen in Richtung Wasser, den Neubau der Utluchten, die Reparatur bestehender historischer Fensterkonstruktionen und den Wiedereinbau der Mauerfriese aus Taustabsteinen. Die Arbeiten sind in 2 Bauabschnitte unterteilt worden und mit Fördermitteln der Städtebauförderung innerhalb des Sanierungsgebiets Wasserviertel unterstützt worden. Der 1. Bauabschnitt „Sanierung Giebel“ wurde Ende 2014 abgeschlossen, der 2. Bauabschnitt in 2016.

Bild 1 Pons, Lüneburg
Bild 2 Pons, Lüneburg
Bild 3 Pons, Lüneburg

Neue Geschäftsstelle der Lüneburger Wohnungsbau GmbH, Lüneburg

Auf einem bisher unbebauten Grundstück an der Straße auf der Höhe in Lüneburg konnten wir die neue Geschäftsstelle planen und umsetzen.

Der Entwurf öffnet das Gebäude in einem stumpfen Winkel zur Haupterschließung. Neben dem Vollkeller aus WU-Beton entstanden 2 massive Geschosse und ein Staffelgeschoss als Holzrahmenbau.

Wie die Lüneburger Treppengiebel, die sich im Logo der Lüneburger Wohnungsbau GmbH wiederfinden, treppt sich das Gebäude nach Osten und Süden nach oben hin ab. Es entstehen Dachterrassen zu den jeweiligen Nutzungsbereichen. Neben diesem gestalterischen Anreiz war es auch ein Anliegen Rücksicht auf die Nachbarbebauung zu nehmen und den verhältnismäßig großen Baukörper durch die Staffelung zu gliedern. Im Fassadenmaterial wechseln sich Bänder aus ortstypischem roten Verblender mit großflächigen Fensterbändern, unterteilt durch Fassadentafel, in den geschlossenen Bereichen ab. Aufgrund der Menge der Öffnungen und der Platzoptimierung wurde mit dem Statikbüro IBZ entschieden die Tragkonstruktion aus 20 cm starkem Ortbeton zu erstellen. Neben dem Hauptbaukörper wurde auch die Außenanlagenplanung und Umsetzung von HSR-Architekten übernommen. Hier finden sich neben den Park- und Gehwegflächen ein 8-fach Carport, ein Fahrradport und eine Mülleinfriedung in Stahlkonstruktion.

Es entstand eine Nutzfläche von 1.513 m2, die Umsetzung erfolgte in den Jahren 2017/2018.

Bild 1 Neue Geschäftsstelle der Lüneburger Wohnungsbau GmbH, Lüneburg
Bild 2 Neue Geschäftsstelle der Lüneburger Wohnungsbau GmbH, Lüneburg
Bild 3 Neue Geschäftsstelle der Lüneburger Wohnungsbau GmbH, Lüneburg
Bild 4 Neue Geschäftsstelle der Lüneburger Wohnungsbau GmbH, Lüneburg

Gutskapelle, Barnstedt

Die Gutskapelle Barnstedt wurde 1593 als kleines, einschiffiges Fachwerkgebäude auf der Hofanlage des Rittergutes Barnstedt errichtet und in mehreren Umbauphasen der nachfolgenden Jahrhunderte verändert. 1731 wurde die Kapelle innerhalb der Hofanlage umgesetzt und erhielt eine Chorraumerweiterung sowie einen Dachreiter mit Glockenturm. Der Eingang wurde verlagert und ein neuer Altar gestaltet. 1893 fand eine weitere Umbauphase statt. Aus dieser Epoche datiert die Änderung des Hauptzugangs auf die Giebelseite. Im Gebäude findet sich eine bauzeitliche Grisaille-Deckenmalerei, die im norddeutschen Raum als sehr selten und entsprechend kostbar einzustufen ist. Die historische Nutzung als Kirchenraum hat sich bis heute bewährt. Es finden durch die Kirchengemeinde Embsen regelmäßig Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Konfirmationen statt. Weiter hat sich 1986 ein musikalischer Förderverein gegründet, der als überregional anerkannter Kulturträger eine Vielzahl von kleineren Konzerten organisiert und die kulturhistorisch bedeutende Kapelle auch zu einem Ort der Begegnung und Identifikation werden lässt. Unser Büro wurde beauftragt, hierzu eine Voruntersuchung durchzuführen. In diesem Rahmen wurden die Schäden dokumentiert, der Erhaltungszustand insgesamt betrachtet, ein Sanierungskonzept entwickelt und Kosten ermittelt. Die Sanierung der Maßnahme fand in 2016/2017 unter Beteiligung einer vielseitigen Förderkulisse statt. Hierbei wurden Instandsetzungen des Holztragwerks, Fassade und Dachstuhl unter Maßgabe historischer Verbindungen wie Verblattungen und Verzapfungen durchgeführt, die Dachdeckung erneuert, Mauergefache saniert und wertvolle Schnitzereien am Inschriftenbalken, Fußbändern bildhauerisch bearbeitet. Weiter sind Schäden an der Ausstattung/Mobiliar instandgesetzt und die Anstriche des Innenraums erneuert worden.

Bild 1 Gutskapelle, Barnstedt
Bild 2 Gutskapelle, Barnstedt
Bild 3 Gutskapelle, Barnstedt

Sanierung Wohn- und Geschäftshaus, Lüneburg

Die bauliche Anlage besteht aus zwei unterschiedlich datierten Gebäudeteilen. Im hinteren Grundstücksbereich befindet sich der etwa quadratische Kernbau, das ehemalige Münzhaus der Stadt Lüneburg. Dieser wurde bereits 1998 dendrochronologisch auf 1304 datiert. Im Zuge einer von HSR-Architekten durchgeführten Voruntersuchung und der anschließenden Sanierung mit umfänglichen Freilegungen konnten weitere Befunde entdeckt werden, die die Datierung des Gebäudeteils in die spätgotische Bauzeit bestätigten. So konnten Reste einer vermauerten Fensteröffnung in der früheren Außenwand mit Ansätzen eines Spitzbogenportals gefunden werden. Weiter sind bauzeitliche Dielenbohlen im Obergeschoss mit einer Keilspundverbindung aufgetaucht, die neben der Bauweise auch gotische Malereien aufwiesen. Nach Freilegung der Decken wurden auch hier aus den Deckenbalken Proben entnommen und dendrochronologisch auf 1303/1306 datiert. Die untersuchte Befundreihe mit derselben Datierung reicht somit vom Keller bis in den Dachstuhl und belegt zweifelsfrei den Kernbau als Ursprungsbau „Münzhaus“ Lüneburgs. Gleichzeitig stellt das Gebäude damit die älteste bekannte Baulichkeit Lüneburgs im Profanbereich dar. Nach Verkauf des Gebäudes 1732 an den Schornsteinfegermeister Philippsen wurde 1793 von diesem der bis an die Straße gehende traufständige 2-geschossige Baukörper in spätbarocker Bauweise errichtet und bindet das rückwärtige „Münzhaus“ mit an.

Das Gebäude steht als Einzelobjekt gemäß § 3(2) NDSchG unter Denkmalschutz.

Die Ende 2017 begonnene Gesamtsanierung umfasste eine vollumfängliche Instandsetzung der Tragkonstruktion sowie Umbau/Neuausstattung der Innenräume. Die bisherige Nutzung als Büro sollte dabei erhalten und um die Nutzebenen Keller und Dach erweitert werden. Hierbei waren insbesondere erhebliche Schäden an der historischen Holzkonstruktion des Dachstuhls, den Deckenbalken und Fachwerkaußenwandbereichen zu sanieren. Klostersteinmauerwerke waren durch Versalzungen und Durchfeuchtungen partiell geschädigt und mussten ausgetauscht werden. Hierzu wurden neue Ziegel nachgebrannt und die Primärbefunde in Bezug auf Format, Farbe und Textur aufgenommen. Es sind zur Mauerwerkssanierung ausschließlich Kalk- und Gipsmörtel verwendet worden. Die vielen historischen Malereibefunde konnten restauratorisch aufgearbeitet und in Form von „Fenstern“ an den Wand- und Deckenflächen gezeigt werden.

Bild 1 Sanierung Wohn- und Geschäftshaus, Lüneburg
Bild 2 Sanierung Wohn- und Geschäftshaus, Lüneburg

Mehrfamilienhaus, Lüneburg

Auf einer bisherigen Fläche mit Garagen des benachbarten Wohnquartiers aus den 60er Jahren wurde mit der Prämisse der innerstädtischen Verdichtung und Schaffung von dringend benötigtem, günstigen Wohnraum ein Gebäude mit 52 Wohnungen zwischen 38 und 65 m2 für die Lüneburger Wohnungsbau GmbH entworfen.

Um den 3- bis 4-geschossigen Baukörper zu gliedern, wurden durch Versätze im Grundriss „3 Häuser“ mit jeweils einem eigenen Erschließungskern geplant. Diese Planung soll die Identifizierung der Bewohner mit dem „eigenen“ Haus fördern und hilft Verkehrsflächen zu minimieren. Die umgebungstypische Verblendfassade erhält horizontale Bänder von leicht hervortretenden Mauerziegeln, wie sie bei den gegenüberliegenden Gebäuden aus den 30er Jahren vorkommen. Die Satteldächer als städtebauliche Forderung werden mit flachen Dachsteinen gedeckt. Die Wohnungen erhalten Balkone mit Glasgeländern, im Dachgeschoss entstehen Loggien.

Aus Kapazitätsgründen (gleichzeitige Umsetzung der neuen Geschäftsstelle der LüWoBau) wurde das Bauvorhaben nur in den Leistungsphasen 1-4 begleitet, in den weiteren Leistungsphasen ist das Ing.-Büro Schröder in gestalterischer Abstimmung mit HSR tätig gewesen.

Das Gebäude befindet sich an der Straße „Auf der Höhe“ inmitten des alten Gebäudebestands der LüWoBau.

Bild 1 Mehrfamilienhaus, Lüneburg
Bild 2 Mehrfamilienhaus, Lüneburg

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